Unsere Gewässer
 

 

 

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Durch Niedaltdorf fließen drei Gewässer: die Nied, der Ihner Bach und der Remelbach.  Insbesondere die Nied zieht viele Besucher an. Ihre herausragenden Prädikate sind die gute Wasserqualität und ihre reizvolle Einfügung in eine noch weitgehend intakte Flusslandschaft. Eine große Artenvielfalt an Fischen, anderen Wassertieren und Pflanzen findet man  im Naturraum Nied  vor. Der Leitfisch der Region, die Barbe, ist bei uns noch zahlreich vertreten. Genau das richtige für das Anglerherz!

 

Die Nied

Das Tal der Nied liegt zwischen Saarbrücken und Metz im saarländisch-lothringischen Grenzgebiet. Sie hat eine Länge von 163 km. Der überwiegende Flusslauf befindet sich in Frankreich, lediglich die letzten 16 km von Niedaltdorf bis zur Saarmündung verläuft auf deutschem Gebiet. Bedingt durch ihr -gemessen an ihrer Größe- sehr großes Wassereinzugsgebiet von 1300km~, kommt es zu regelmäßigen Hochwassern, die in manchen Jahren  enorme Ausmasse annehmen können. Hierdurch werden Uferbefestigungen weggerissen  und veränderten  in der Vergangenheit den Flusslauf.

Vom Eintritt der Nied an der Grenze zu Frankreich bis bis zu unserem Nachbarort Hemmersdorf ist der ASV Niedaltdorf Pächter einer 6,5 km langen Flussstrecke. Diese umschließt in einer S-förmigen Doppelschleife unseren Ort und eine angrenzende Wiesenaue. Die gesamte Pachtstrecke ist fast ausschließlich beidseitig zu befischen (außer an einem ca. 2km langem Teilstück, wo eine Flussseite zu einem Naturschutzgebiet gehört). Die Wasserspiegelbreite beträgt im Durchschnitt 8-10m.  Wassertiefe und Fließgeschwindigkeiten  variieren stark. Man findet ruhig fließende, bis 4,50m tiefe, aber auch  schnelle bis  turbulente  flache Abschnitte.  Die Uferbeschaffenheit ist ebenfalls sehr unterschiedlich. Normalerweise herrscht eine mittlere  Böschungsneigung vor,   es gibt aber auch Abschnitte mit flachen Kiesbänken.  In einigen vorhandenen Steilböschungen findet der farbenfrohe Eisvogel  ideale Brutbedingungen vor.   Die Ufervegetation besteht aus  Weidenhecken, Schwimmblattpflanzen, Riesenbeerklau,  sowie verschiedene Baumarten wie u.a.  Erlen, Eschen und  Weiden. Im Fluss findet man  Laichkraut, Wasserknöterich sowie vereinzelt Seerosen-, Binsen- und Schilffelder. Das Substratverhältnis des Gewässerbodens setzt sich wie folgt zusammen: Fels>5%, Geröll/Schotter 50mm >35%,  Kies 5-50mm 40%, Sand 5mm 5%, Lehm/Ton 5% und Schlamm 10%.

Die gesamte Strecke gehört, wie bereits erwähnt,  zur Barbenregion. Die Wasserqualität beträgt im Durchschnitt 2,0.   Aktuelle,  differenzierte Untersuchungsergebnisse unseres Gewässerwartes findet man unter der Rubrik "Aktuell".  Besonders stolz sind wir auf den Artenreichtum unseres Gewässers. So ist zum Beispiel  die vielerorts selten gewordene Barbe laut Untersuchung des Fischereiverbandes Saar in der Nied noch "sehr häufig" vertreten. Als typischer Begleitfisch fehlt auch die Nase nicht. Dank der vielen Unterstellmöglichkeiten findet  der Hecht   ideale Lebensbedingungen vor. Rotauge, Döbel, Hasel und Barsch sind ebenso sehr zahlreich anzutreffen.

Wir wollen aber auch  das Vorkommen von zahlreichen Kleinfischarten wie z.B. den Bitterling (Fisch des Jahres 2008)nicht unerwähnt lassen. Dieser ist bei seiner Fortpflanzung auf die in der Nied ebenfalls lebende Flussmuschel angewiesen. Auch Steinbeisser, Mühlkoppe, Gründling, Elritze, Stichling, Schmerle und der Schneider bereichern das Artenspektrum und sind ein wichtiges Glied in der Nahrungskette, sprich Speisezettel unserer Freunde Hecht, Barsch, Forelle & Co.

 

Der Remelbach

Ein ideales Fliegenfischergewässer ist der Remelbach. Ebenfalls von Frankreich kommend schlängelt  sich der kleine Wiesenbach  mit einer durchschnittlichen Breite  von 4,50m und einer Wattiefe von 0,60m als herrliches Angelrevier auf 1,3 km Länge durch  die schöne Landschaft. Die Fließgeschwindigkeit variiert stark: von schnell fließend mit Turbulenzen bis hin zu fast völligem Stillstand im Mündungsbereich, da er gegen die Fließrichtung in die Nied mündet. Dies verursacht einen Rückstau von fast 200m. Der Pflanzenbewuchs ist meist nur gering. Die Uferböschung in der Regel flach. Lediglich 10% sind als Steilufer auswgewiesen. . Mit einem Schlammanteil von nur 20% liegt im Bachbett meist nur Geröll, Schotter und gewachsener Fels.

Bachforellen und Döbel sind häufig anzutreffen und bieten guten Sport beim Drill. Wir bitten alle Angler, die gefangenen Döbel zu entnehmen und der Verwertung zuzuführen. Alle Maßnahmen einer erfolgreichen  Selbstverbreitung der Bachforelle bleiben bei einer zu starken Population der Döbel auf der Strecke. Im Mündungsbereich  des Remelbaches stehen kapitale Raubfische wie Hecht und Barsch.

 

Der Ihner Bach

Der Ihner Bach ist ebenfalls ein Wiesenbach. Er mündet am Ortsanfang von Niedaltdorf  zwischen der Tropfsteinhöhle und ehemaliger Zollstation in die Nied. Er ist auf unserer 1 km langen Pachtstrecke überwiegend von Kopf- und Trauerweiden  sowie Erlen und Eschen gesäumt. Die durchschnittliche Breite beträgt bei normaler Wasserführung 4m. Der Bach ist ruhig bis schnell fließend mit Turbulenzen. Sehr häufig ändert sich die Wassertiefe von 0,3 bis 0,7m. Der Schlammanteil beträgt ledigleich 15%. Die natürlichen Struckturelemente sind Rausche und Stromschnellen, Verwurzlungen im Uferbereich, einige Inselbildungen und Anschwemmungen von Todholz.

Im Grunde wäre der Ihner Bach ein hervorragendes Salmonidengewässer, wenn nicht durch die regelmäßig stattfindenen Hochwasser in der Vergangenheit die alte,  zwischen Ihn und Niedaltdorf liegende Kläranlage überspült hätten. Der inzwischen erfolgte Neubau wird hier in Zukunft Abhilfe schaffen. Der Döbel, der im Ihner Bach wegen seiner Anpassungsfähigkeit und Anspruchslosigkeit an die Gewässergüte sowie der verminderten Konkurenz seitens der Bachforelle,  hier eine gewisse Dominanz erreicht hat, wird hoffentlich zukünftig eine ernsthafte Konkurenz durch die "Rotgetupfte" erhalten. Durch ein kontinuierliches Besatzprogramm mit Forellenrogen wollen wir diese Entwicklung unterstützen.

 

Sicher empfinden eine vielzahl von Menschen in unserer Heimat eine große Verbundenheit zum Niedtal und zu dem namensgebenden Fluss. Unser Ehrenmitglied Alfred Pacem hat sich, neben seiner früheren Tätigkeit im Vorstand des ASV Niedaltdorf, als Heimatforscher und -Dichter einen Namen gemacht. Er ist in der Lage, diese Verbundenheit in Worte zu fassen. Als Abschluß dieser Seite soll sein Gedicht "Gruß an die Nied" von 1992 seinen Platz finden.

Gruß an die Nied

Niedfluss du glänzender, du Band, das uns umschlingt,
die Hügel sanft umkränzender, dein Loblied man gern singt,
Spiegel der Heimatflur sind deine Wasser klar.
Verloren geht dann deine Spur im trüben Bett der Saar.
O, silberner Fluss, dir erbiet ich meinen Gruß!

Fische bewohnen dich, sie sind des Anglers Lust.
Und Wasservögel tummeln sich, sie kennen keinen Frust.
Wenn Regen fällt im Übermaß, dann schwillst du zornig an.
Dann sucht man bei dir keinen Spaß, das weiß hier jedermann.
O, zornige Nied, zu dir's mich trotzdem zieht!

Boote, sie gleiten sacht auf deinen Wellen hin.
Es prangt der Wasserrosen Pracht, Eisvögel darüber ziehn.
Reben haben lange Zeit deine Ufer geschmückt,
du sahst des Grenzlands großes Leid, die Kluft ist überbrückt.
O, silberne Nied, ich weih dir froh mein Lied!

Niedtal, mein stiller Hort, von Jugend auf geliebt.
Die Nachtigall ist heimisch dort. Wie wäre ich betrübt,
müsst' ich in die Fremde gehn. Ja, Niedtal dein Gesicht
zu allen Jahreszeiten schön, vergessen könnt ich's nicht.
O, freundliches tal, dich gibt es nur einmal!

 

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